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Personen, Preise, Pointen |
|  | |  | Prämiert Das Büro Robertneun weiß, wie sich Delikatessen geschmackvoll präsentieren lassen. Mit ihrem "Frische Paradies de Pastre" in Essen überzeugten sie dabei nicht nur die Genießer, sondern auch die Jury des DEUBAU-Preises 2008, die das Büro mit dem ersten Preis auszeichnete. Hinter dem Namen Robertneun verbirgt sich eine Architektenpartnerschaft, die von Thomas Baecker, Nils Buschmann und Tom Friedrich direkt nach ihrem Diplom im Jahr 2000 gegründet wurde. Die Jury entschied sich für das Projekt, da Umbau und Erweiterung des Delikatess-Großhandelsbetriebs einen wichtigen Beitrag dazu leisten würden, "Handelsarchitektur als baukulturelle und gesellschaftliche Aufgabe anspruchsvoll weiter zu entwickeln". Für das "Frische Paradies de Pastre" (siehe auch Bau der Woche) ergänzten die Architekten einen reinen Kommissionierungsbetrieb um einen kundenfreundlichen Abholerbereich. Ebenso funktional wie ästhetisch setzt die Stahl-Glas-Konstruktion des Neubaus ein gestalterisch wichtiges Zeichen am Großmarkt in der Lützowstraße, wo Gewerbehallen aus den 1970er Jahren das Bild bestimmen. Voriges Jahr wurde dem Projekt bereits ein Architekturpreis des BDA Essen zuteil – mit dem DEUBAU-Preis folgt nun eine weitere Auszeichnung. Der dazugehörige Wettbewerb wird seit 42 Jahren ausgetragen und richtet sich an Architektinnen und Architekten, die das 39. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert und wird im Rahmen der Messe DEUBAU in Essen im Januar 2008 verliehen. hi
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Bild: Arbeitsgemeinschaft Werkbundsiedlung München |  | |  Wird immer Entwurf bleiben: Sakamotos Konzept für die Werkbundsiedlung München | Platt gemacht Schönes Jubiläum. Hundert Jahre nach der Eröffnung der epochalen Weißenhof-Siedlung in Stuttgart ist die neue, in München geplante Werkbundsiedlung zu Grabe getragen worden. Nichts wird es mit dem Versuch, dem Entwurf von Kazunari Sakomoto folgend, Alternativen zur Massenware wie im Arnulfpark oder zur Retroseligkeit wie in den Lenbachgärten zu entwickeln. Die rot-grüne Mehrheit im Stadtparlament kippte das Projekt, der Deutsche Werkbund Bayern, Initiator des Experiments, zog sich darauf hin zurück. Die Gründe für die Ablehnung sind fadenscheinig: zu teuer, Energiesparpotenziale nicht ausgeschöpft, Defizite in den Freiflächen, fehlendes soziales Konzept. Argumente, die zur Auseinandersetzung herausfordern, aber nicht zur Ablehnung ausreichen. Prototypen sind immer teurer, gesetzliche Energiesparvorgaben wären eingehalten worden, "soziale Konzepte" fehlen auch bei anderen Projekten, wo hohe Bodenpreise alle Versuche zunichte machen, die Quartiere so zu planen, dass man auf heute nicht absehbare Defizite reagieren kann. Die Argumente wenden sich gegen die, die sie vorbrachten und die für die Münchner Wohnungsbaupolitik Verantwortung tragen. Denn zum einen halten auch andere Projekte dem Maßstab nicht stand, den man an die Werkbundsiedlung angelegt hat. Zum andern zeigen sie, wie ängstlich man in München gegenüber neuer Architektur geworden ist. Ein Experiment, das nicht scheitern könnte, ist kein Experiment. München hat sich blamiert. ch
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|  | |  Wohnhaus in Pyongyang | Projekt Mit dem Thema „Ideologisch Bauen“ werden sich die Teilnehmer des Workshops „Transfer 09“ vom 9. bis 12. November 2007 in München befassen, der vom Postgraduiertenstudiengang für Architektur und Stadtforschung a42.org veranstaltet wird. Unter Anleitung von Jong Myong Ho, Oberarchitekt der Architekturakademie Pyongyang (Nordkorea) soll auf Basis der Entwurfslehre Kim Jong Il’s (“Über die Baukunst“) ein konkretes Projekt erarbeitet werden. Der Workshop, der von abendlichen Vorträgen und Diskussionen begleitet wird, richtet sich an Studierende und Absolventen aus den Bereichen Architektur, Städtebau und Kunst. Veranstaltungsort ist der Terrassensaal des Hauses der Kunst. Zum Auftakt werden am 8. November zwei Vorträge gehalten, an die sich eine Podiumsdiskussion anschließt. Unter anderen wurden Rem Koolhaas, Pierre De Meuron und Jong Myong Ho eingeladen.
Eine Bewerbung zur Teilnahme ist noch bis zum 20. Oktober per E-Mail an workshop@a42.org möglich. Dabei können Texte, Bilder oder Projekte mit einem Umfang von maximal 5 Seiten oder 2 MB eingereicht werden. Weitere Informationen stehen auf der Website von a42.org zur Verfügung. sh |
Bild: Das Grüne Emissionshaus |  | |  Der Windpark Dubener Platte, 70 Kilometer südöstlich von Berlin | Planung Die Akademie für Raumforschung und Landesplanung rechnet damit, dass zahlreiche europäische Richtlinien und Vorgaben die Bedeutung der Raumplanung stärkt. So seien die Wasserrahmen-, Feinstaub- und Umgebungslärmrichtlinie sowie die Richtlinien zum FFH- und Vogelschutz nur einige Beispiele für europäische Vorgaben, die in nationales Recht umzusetzen sind und damit auch in die Regionalplanung hineinwirken. Aber auch der Klimawandel beschäftige die Regionalplanung. Die Folgen des Klimawandels verändere gewohnte Landschaftsbilder, hier entwickle die Regionalplanung regional abgestimmte Anpassungsstrategien und koordiniere Strategien zur Minderung des Kohlendioxidausstoßes. Man mag der bürokratischen Verregelung skeptisch gegenüber stehen, aber dass den anstehenden Problemen der Regionen mit Kirchturmpolitik nicht beizukommen ist, ist eine Binsenweisheit, der bislang die Einsicht politisch Verantwortlicher nur zögerlich folgte. Stärken wir also den Raumplanern den Rücken und wünschen ihnen überzeugende Argumente und erfolgreiche Arbeit. ch |
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